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NATIONALSTRASSE 5 - DIE GESCHICHTE DER NATIONAL ROAD FINLAND Die National Road Finland hat ihren festen Platz in der finnischen Geschichte. Das Gebiet längs der Straße 5 hat als Kulisse vieler schicksalsträchtiger Ereignisse in der finnischen und europäischen Geschichte gedient. Die ältesten Zeichen einer menschlichen Niederlassung auf dem finnischen Gebiet sind mehr als 10 000 Jahre alt und stammen aus der Zeit, in der sich das Festlandeis gerade zurückgezogen hatte. Sachfünde und sogar bis zu 7 000 Jahre alte Felsmalereien zeugen von den Lebensgewohnheiten und -umständen der Ureinwohner Finnlands. Die finnischen Felsmalereien stammen aus der Steinzeit und sind eng mit der Jagdkultur verbunden. Felsmalereien sind zum Großteil im Gebiet der Nationalstraße 5, vor allem auf den Felsen rund um den Saimaa-See und in Suomussalmi aufgefunden worden. Im 11. Jahrhundert begannen die Wikinger ihre Ausflüge nach Finnland. Der Handel mit den Wikingern eröffnete den Finnen den Weg in die westeuropäische Kultur, welches die Ausbreitung des Christentums im ganzen Land zur Folge hatte. Finnland hat während seiner Geschichte abwechselnd unter dem Einfluss Russlands und dem Einfluss Schwedens gestanden. In dem Gebiet, durch das die Straße 5 führt, sind noch heute Spuren der Kämpfe zwischen Nowgorod und Schweden zu finden. Dort liegt u.a. die Grenze des Friedens von Nöteborg (1323) sowie die Grenze des nach dem Krieg zwischen Schweden-Finnland und Russland geschlossenen Friedens von Teusina (1595), die von Savonlinna aus östlich von Kainuu über den Inarisee bis ans Eismeer führt. Grenzsteine und Denkmäler zeugen noch immer von den alten Grenzen. Unter der schwedischen Herrschaft im 16. Jahrhundert verbreitete sich die Schwend- und Jagdkultur und beanspruchte große Landflächen in den Regionen um Savo und Kainuu. Die Ureinwohner Lapplands, von denen in dieser Gegend noch heute zahlreiche samische Ortsnamen zeugen, wurden dadurch weiter nordwärts getrieben.
Die Spannungen zwischen Ost und West entfachten erneut, als Finnland durch den Angriff der Sowjetunion am 30.11.1939 gezwungen wurde, in den 2. Weltkrieg einzutreten. Der Winterkrieg endete nach erbitterten Kämpfen in den Gebietsabtretungen des Moskauer Friedensvertrages am 13.3.1940. Finnland blieb jedoch weiterhin unabhängig. Die Nachricht des »Wunders des Winterkrieges«, des tapferen und erfolgreichen Kampfes der Finnen gegen die Armee der Großmacht unter den kalten Winterverhältnissen, ging um die ganze Welt und wurde zu einer wahren kriegshistorischen Legende. Der Geist des Winterkrieges ist immer noch eines der Grundsteine der finnischen Unabhängigkeit und des finnischen Nationalgefühls. Auf einem Kleinpachthof in Lepikko in Pielavesi, das am Rand der National Road Finland liegt, wurde Finnlands langzeitiger Präsident Urho Kaleva Kekkonen (1956-81) geboren. Kekkonen hatte einen gewaltigen Einfluss auf die Entwicklung des unabhängigen und neutralen finnischen Staates und der Nation. Seit 1995 ist Finnland Mitglied der Europäischen Union. Die Geschichte der National Road Finland ist von Bevölkerungsbewegungen und Grenzgängen zwischen Ost und West sowie Süd und Nord geprägt. Eine bedeutende Umsiedlung fand nach dem 2. Weltkrieg statt, als die karelischen Flüchtlinge angesiedelt werden mussten. Informationen zu diesen historischen Ereignissen finden Sie u.a. im Flüchtlingszentrum von Iisalmi und im Umsiedlungsmuseum in Alapitkä. Heutzutage ist die Geschichte der Region hauptsächlich von einer Urbanisierung, einer sich verändernden Gewerbstätigkeit, einer neuen Erlebniskultur sowie der Entwicklung von Informatik- und Kommunikationstechnologien geprägt. |
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